In Bild von links: Friedhelm Thöne, Dieter Jordan, Hans-Werner Koepsell, Jan Beckmann, Stefan-Oliver Strate, Heinz-Dieter Tölle, Jochen Müller, Siegfried Morawe.
In einer kleinen Feierstunde wurde das renovierte und umgestaltete Denkmal „Alter Bahnhof Wewer“ jetzt offiziell vorgestellt.
Bürgermeister Oliver Strate stellte in seiner Rede fest, dass das Denkmal „Alter Bahnhof Wewer“, wie es ihm berichtet wurde, sichtlich in die Jahre gekommen war. Durch Mitglieder des Heimatbundes Wewer wurden in den letzten Monaten sämtliche Elemente des Denkmals abgebaut, renoviert und teilweise durch neue, höherwertige Materialien ersetzt. Auch die Umgebung wurde komplett neu gestaltet, so dass das Denkmal jetzt wieder im neuen Glanz erstrahlt. Die einzelnen Elemente wurden jetzt sichtbar für die Nutzer des Radwegs neu ausgerichtet, bzw. aufgestellt.
Der Bürgermeister hob in seiner Rede das großartige Engagement hervor, namentlich besonders der „Macher“ des Projekts: Jochen Müller, Dieter Jordan, Arthur Diele, Siegfried Morawe, Friedhelm Thöne, Jan Beckmann und Ortsheimatpfleger Heinz-Dieter Tölle, der das Projekt koordiniert hat.
Ein besonderer Dank ging auch stellvertretend für den Heimatverein an den 1. Vorsitzenden Josef Rodehutskors, u. a. für die finanzielle Absicherung dieser mehr als gelungenen Maßnahme.



Ortsheimatpfleger Heinz-Dieter Tölle stellte das Projekt anschließend detailliert vor:
Im Mittelpunkt des Denkmals stehen die beiden Radsätze.
Die Radsätze wurden abtransportiert, sandgestrahlt grundiert, anschließend wieder aufgebaut und hier vor Ort neu lackiert. Zusammen mit dem neuen Andreaskreuz strahlen diese jetzt von Weiten sichtbar leuchtend rot.
Die bisherigen Holzschwellen wurden durch Metallschwellen ersetzt und zusätzlich wurde noch neu aufgeschottert.
Einige gespendete Elemente kamen neu hinzu. So konnten ein historisches blaues Original Straßenschild „Am Bahnhof“ und ein Halteschild mit integriert werden.
Die Historie zum damaligen Bahnhof wird auf der neuen Infotafel dargestellt. Die alte Version war leider dem Vandalismus zum Opfer gefallen. Gegenüber der ursprünglichen Version wird nicht nur von der alten Almebahn berichtet, sondern auch der alte Bahnhof Wewer stärker hervorgehoben.
Auf der Infotafel findet man unter anderem folgende Informationen:
Der Bahnhof Wewer wurde erst acht Jahre nach der Streckeneröffnung 1906 eröffnet. Er unterschied sich durch seine Fachwerkbauweise mit Backsteinausmauerung von den übrigen Bahnhöfen an der Strecke.
Einen bedeutenden Nebenerwerbszweig bildete früher der Obstanbau, besonders Zwetschenbäume gedeihen in Wewer seit jeher hervorragend. Die Zwetschen wurden fürs Backen oder zur Herstellung von Marmelade vom „Zwetschendorf Wewer“ mit der Almetalbahn zur Weiterverarbeitung transportiert.
1968 wurde das Bahnhofsgebäude abgerissen und die Belegschaft aus Kostengründen abgewickelt. Der letzte planmäßige Personenzug fuhr am 30. Mai 1981. Die Geschichte der „Unteren Almetalbahn“ endete 2006 mit dem Abbau der Gleisanlagen.
Das Denkmal ist nach der Renovierung zu einem echten Schmuckstück geworden und erfreut nun die zahlreichen Radler und Spaziergänger auf dem gut genutzten Alme-Radweg sowie die Besucher des gegenüberliegenden Fahrradrastplatzes an der Straße „Wasserburg“.
Abschließend nahm Bürgermeister Oliver Strate zusammen mit Ortsheimatpfleger Heinz-Dieter Tölle die offizielle Enthüllung der Infotafel vor.



