Zur Vorführung des Films über die Libori-Jubiläums-Prozession von 1986 kamen zahlreiche Gäste am 22.07.2026 ins Heimatbund-Haus. Besonders herzlich wurde Hans Kröger begrüßt. Er hat den Film 1986 erstellt.
Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des Heimatbundes Josef Rodehutskors, führte Volker Odenbach durch den Abend. Keiner hätte das besser gekonnt als er, war er doch als Pfarrgemeinderatsvorsitzender für den Organisationsablauf der Prozession 1986 durch Wewer und Umgebung zuständig. Neben historischen Informationen zur Prozession, gab Volker Odenbach auch die eine oder andere Kuriosität am Rande zum Besten.
Anlass der Prozession war die Überführung der Reliquien des heiligen Liborius 1150 Jahre zuvor. Im Jahr 1986, vor 40 Jahren, pilgerten einige Weweraner und Paderborner Bürger die gleiche Strecke von Le Mans nach Paderborn. Das letzte Wegstück des Jubiläumszuges führte von Salzkotten über Wewer nach Paderborn, begleitet von einer sehr großen Menschenschar. Auf dieser Etappe wurden auch die Reliquien des hl. Liborius in einem kleinen, hölzernen Schein mitgeführt.
Über die Brücke von Salzkotten kommend, entlang der B1 schlängelte sich ein langer Menschenzug. Am Hof Schröder-Kersting erfolgte die Übergabe des Schreins von den Salzkottener Schützen auf die Weweraner Schützen. Weiter ging es über den Mühlenholzweg, Melkweg, Winkelsgarten zum Alten Hellweg ans Ortsende, wo sich heute der Kreisverkehr befindet. Dort wurde neben dem historischen Liboristein von 1736 ein neuer Liboristein, der von Hans-Josef Vossebürger gefertigt wurde, feierlich eingeweiht und von den Bischöfen aus Paderborn und Le Mans gesegnet. Nach einer Andacht in der Weweraner Pfarrkirche, setzte die Prozession ihren Weg durch das Zentrum Wewer fort. Am Ende der Barkhauser Straße wurde der Schrein an die Paderborner Schützen übergeben.
Neben den Schützen durften verschiedene Gruppen der Kirchengemeinde Wewer, Pilger, geistliche Würdenträger aus Le Mans und weitere Personen den Schrein tragen – eine besondere Ehre.
Einige der Gäste schwelgten in Erinnerungen, da sie „live“ bei dem Ereignis damals dabei waren. Immer wieder wurden Personen im Film erkannt und über das damalige Aussehen „geschmunzelt“. Auch an Volker Odenbach konnte man gut sehen, dass seit dem Filmdreh schon einige Zeit vergangen ist 😉.
Als Zugabe gab es noch eine kleine Dokumentation aus der Aktuellen Stunde des WDR von der Prozession und des Liborifestes 1986 mit historischem Kontext.





